Professionelle Fotos für Social Media

Schon längst ist es ein wahrer Trend geworden, selbst für eigentlich private Schnappschüsse einen großen Aufwand zu betreiben. Ein wunderbares Beispiel dafür ist neben Facebook, die Fotoplattform Instagram. Schon seit längerer Zeit tummeln sich dort so genannte Instagram-Influencer, die ihre Bilder nicht mehr mit dem Smartphone aufnehmen. Die zu sehenden Bilder und Posen werden genau geplant, um die passende Nachricht vermitteln zu können.

Daraus resultieren wieder völlig neue Berufsfelder, die sich speziell damit befassen, wie sich ein Instagramstar am besten präsentieren soll, damit die Reichweite möglichst groß ist. Dieses Vorgehen ist auch besonders beliebt, wenn es um das Thema Product-Placement geht.
Je besser die Qualität der geposteten Fotos, desto größer ist die Chance, nicht nur die gewünschte Zielgruppe durch Likes etc. zu erreichen, sondern auch die eigene Abonnentenzahl zu erhöhen.

Das Vorgehen ist dabei oft ganz simpel. Besonders deutlich lässt sich das bei den weiblichen Instagramsternchen betrachten. Hier wiederholen sich sehr oft die Muster. Entweder sind die Bilder relativ freizügig in Szene gesetzt, oder auch besonders figurbetonte Bilder werden gerne aufgenommen, wie beispielsweise beim Sport. Alles, was die überwiegend männlichen Follower anspricht, wird gekonnt geplant fotografiert.

Instagram und Co – Nur noch freizügige Models?

Ein schönes Beispiel, wie es auch ohne nackte Haut gehen kann, zeigt der Architekturfotograf Mark Drotsky mit seinen Bildern. Hier zeigt sich ganz deutlich, was Qualität bewirken kann, wenn auch nicht ganz alltägliche Motive fotografiert werden. Zwar ist es korrekt, dass die sozialen Medien überwiegend von Selbstdarstellern genutzt werden, aber auch immer mehr Firmen und Profifotografen zeigen, was sie aus schwierigen Motiven zaubern können.

Als kleiner Vergleich lässt sich sagen, dass potentielle Kunden in der heutigen Zeit vermehrt schauen, wie groß die Reichweite von der Firma ist, die engagiert werden soll.
Was früher die Setcard war, ist heute digital und nennt sich Instagram.

Dabei ist das Prinzip nach wie vor gleich: Um überzeugen zu können, müssen die Fotos, die im Verlauf oder in entsprechenden Alben gespeichert sind hochwertig sein. Folglich sind auch Fotografen dazu gezwungen, sich mit der Materie auseinanderzusetzen.

Mehr Schein als sein…

Wir brauchen uns nichts vor zu machen. Natürlich ist die schöne, aufregende Welt die uns in Bildern präsentiert wird nicht das gelbe vom Ei. Nur sehr wenige posten Bilder, wie sie morgens ungeschminkt aufstehen. Somit haben diese gestellten, aufwendigen Bilder auch ihre Schattenseiten.

Besonders die Jugend, die sich viele der selbsternannten Sternchen als Vorbild nehmen, bekommen dadurch schnell den Eindruck, dass ihr eigenes Leben sehr langweilig ist. Es fällt den Personen besonders schwer zu differenzieren, was nur gestellt ist, und was tatsächlich der Realität entspricht.

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